Großer Bahnhof für alte Industriebrache

Großer Bahnhof für alte Industriebrache 1024 683 HAMBURG TEAM Property Management
Rückblicke

Großer Bahnhof für alte Industriebrache

Vor mehr als 15 Jahren entstand der heutige Entwurf für das FALKENRIEDQUARTIER, ein Stück »Stadt in der Stadt«, das dem Stadtteil neue Impulse gab und sich heute als Ort zum Wohnen und Arbeiten großer Beliebtheit erfreut. Dem überzeugenden Ergebnis ging ein aufwendiges Planungsverfahren voraus. Ein Blick zurück.

Die Geschichte des Falkenried-Areals in Eppendorf ist in vielfacher Hinsicht ein wichtiges Stück Hamburger Geschichte und hat den Stadtteil Hoheluft-Ost mitgeprägt. Hier baute 1890 die Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft (SEG), aus der später die Fahrzeugwerkstätten Falkenried wurden, einen Betriebshof für ihre damals noch von Pferden gezogenen Straßenbahnwagen, denen später elektrische Straßenbahnwagen, Omnibusse und U-Bahn-Wagen folgten. Der Betriebshof, der auch als Depot und Werkstätte genutzt wurde, ging 1919 in die Hände der Hamburger Hochbahngesellschaft über, die ihren Sitz dann 1999 nach Hamburg Hummelsbüttel verlegte. Der Auszug der Fahrzeugwerkstätten schuf eine der seltenen Gelegenheiten,

mitten in einer gewachsenen Stadtteilstruktur ein ehemals geschlossenes Areal wieder in das Viertel zu integrieren und mit neuen Nutzungen zu belegen.
Eine große Rolle spielte dabei der Denkmalschutz. Hallen sowie Werkstätten als markante Zeugnisse historischer Industriearchitektur und zwei Verwaltungsgebäude stellten die Hinterlassenschaft der früheren Nutzung dar. Die grundsätzliche Idee für die Zukunft war ein nutzungsgemischtes Quartier zum Wohnen und Arbeiten. Gezielt ansprechen wollte man die Gruppe kaufkräftiger Wohninteressenten, insbesondere Familien mit mehr Platzbedarf und dem Wunsch nach einem eigenen Haus in der Stadt.

Gleichzeitig ging es darum, attraktive Angebote für Menschen zu schaffen, die zurück in innerstädtische Infrastrukturen ziehen wollten. Doch neben der Komponente Wohnen, war in der Projektentwicklung auch ein großer Baustein gewerbliche Nutzung vorgesehen, was für eine solche Lage eher ungewöhnlich ist, sich aber als richtige Entscheidung erwies. Dem international besetzten zweistufigen städtebaulichen Wettbewerb kam die Aufgabe zu, aus diesen Grundideen ein Nutzungskonzept zu formen. Hervorragend gelungen ist dies dem Architekturbüro Bolles + Wilson, dessen städtebauliche Gesamtkonzeption von der Jury mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. In der Begründung hieß es: »Der kontrastreiche Bebauungsvorschlag sieht einerseits eine extreme Verdichtung bis hin zur Hochhausbebauung, andererseits bewusst kleinteilige Stadthauszeilen vor und erhält damit den Charakter des Ortes.

Teile der historischen Bausubstanz wurden erhalten und mit neuer Architektur verflochten.« Der Entwurf stellte gleichzeitig wichtige Durchwegungen in die angrenzenden Stadtteile her und definierte neue öffentliche Räume, darunter die große Piazza, die Falkenried heute mit der Hoheluftchaussee verbindet, einen Pocket-Park und einen öffentlichen Spielplatz. Die Entwicklung des neuen Falkenried- Areals fand umfassende Anerkennung in der Fachpresse und wurde 2004 mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet. In der Begründung hieß es: »Angesichts der Abwanderungstendenzen aus der Stadt heraus gilt es heute umso mehr, attraktive Angebote für verschiedene Zielgruppen in den Stadtkernen zu schaffen. Falkenried ist ein besonders gelungenes Beispiel für Initiativen, auf die die Städte heute mehr denn je angewiesen sind.«

Aus dem früheren Wasserturm wurden individuelle Büroräume.

Falkenried

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