Hochinnovatives Projekt

Hochinnovatives Projekt 1024 683 HAMBURG TEAM Property Management
Drei Fragen an

Hochinnovatives Projekt

Dr. Torsten Sevecke ist gebürtiger Hamburger und promovierter Jurist und seit 2010 Bezirksamtsleiter von Eimsbüttel. Im Interview erklärt er, welche Bedeutung der Wohnbau NESt für Stellingen hat.

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Warum lag die Ecke Kieler Straße/Sportplatzring so lange brach?

Es fand sich einfach lange Zeit kein Investor, der ein Konzept in der Tasche hatte, um die bestehende Nachkriegsbebauung aus kleinen gewerblichen Bauten aufzuheben und diese Ecke neu zu strukturieren. Sie war zu laut und zu unattraktiv. Hätte man noch zu Beginn der 2000erJahre gesagt: Hier kommt mal ein Wohngebäude hin, dann wäre das Gelächter unter den Stadtplanern ein lautes gewesen.

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Was bedeutet die Neubebauung mit Wohnungen an dieser Stelle für die Weiterentwicklung des Stadtteils Stellingen?

Das, was da gebaut worden ist, ist wegweisend, weil es die größten verfügbaren Potenziale für den Neubau hebt, die wir haben: nämlich Flächen an bereits völlig erschlossenen Straßen mit kompletter Infrastruktur. Im Rücken der Neuen Ecke Stellingen entsteht demnächst ein neues Quartier, das 600, mit angrenzenden Flächen insgesamt fast 800 neue Wohnungen haben wird. Die ganze Entwicklung konnte angeschoben werden, weil ein Projektentwickler gezeigt hat, dass es geht, an dieser schwierigen Ecke guten Wohnraum zu bauen. Und das Projekt zieht weitere Siedlungsimpulse nach sich, wie man ja an der Bautätigkeit entlang der Kieler Straße und des Sportplatzrings verfolgen kann. Insofern kann man schon sagen, dass NESt die Funktion einer Art Speerspitze für die weitere Stadtteilentwicklung an dieser Stelle gehabt hat.

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Das Projekt NESt hatte Pilotcharakter. Worum ging es da genau?

Der offi zielle Titel war »Pilotprojekt für das Wohnen an stark verlärmten Hauptstraßen«, und es ging darum, ein Vorreitermodell für weitere Projekte dieser Art zu schaff en. Und das Haus wird Schule machen, da bin ich mir sicher. Man muss doch eins sehen: Grundstücke in solchen Lagen sind im Vergleichn günstig. Und wenn man qualitativ guten Wohnungsbau bei halben Kosten für das Grundstück an diese Stellen bringen kann und nur den Mehraufwand für die technische Ausrüstung des Gebäudes in Sachen
Lärmschutz hat, dann rechnet sich das. Wir haben derzeit einen klaren Trend, dass zunehmend an den Hauptverkehrsstraßen, an den Tangentialen und an den Magistralen, Planrecht geschaff en wird, damit dort unter maximaler Ausnutzung der Grundstücke Wohnungsbau entstehen kann. Bei der intensiven Suche nach Flächen für dringend benötigten Wohnungsneubau sind das wichtige Ressourcen, die wir auf diese Weise aktivieren können.

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